Tanklöschfahrzeuge

Tanklöschfahrzeuge (TLF) sind Fahrzeuge, die in der Regel bei Brandeinsätzen eingesetzt werden. Sie haben einen besonders großen Wassertank, dafür nicht so viel Personal an Bord wie ein Löschgruppenfahrzeug. Auch die Beladung für die technische Hilfeleistung hält sich in der Regel in Grenzen. Eine Haspel mit Schläuchen am Heck des Fahrzeuges findet man ebenfalls nicht, da das benötigte Wasser ja im Tank mitgeführt wird. Oft haben sie auf dem Dach einen Wasserwerfer, mit dem bei Großbränden mit großer Reichweite viel Wasser abgegeben werden kann.

 

Dazu benötigen sie natürlich auch eine Pumpe. Diese unterscheidet sich aber nicht von denen der Löschgruppenfahrzeuge. Die Kurzbezeichnung der Fahrzeuge tut dies hingen doch. Die Zahl in dieser Kurzbezeichnung gibt bei Tanklöschfahrzeugen die Größe des Tanks an, während bei den Löschgruppenfahrzeugen die Zahl die Pumpenleistung angibt. Dies liegt daran, dass heute in der Regel alle Tanklöschfahrzeuge über eine Pumpe verfügen, die 2000 Liter in der Minute bei einem Druck von zehn bar fördern kann. Die Fahrzeuge unterscheiden sich in ihrem Einsatzwert also hauptsächlich durch den Tank.

 

Die Feuerwehr Herdecke verfügt über ein Tanklöschfahrzeug. Neben den 3000 Litern Wasser verfügt die sieben Feuerwehrleute starke Besatzung allerdings auch über recht umfangreiches Material für Technische Hilfeleistungen. Da dieses Fahrzeug nach der damals gültigen Norm beschafft wurde, ist auch die Bezeichnung noch anders, als bei Fahrzeugen nach der neuen Norm.

TLF 3000

FahrzeugTanklöschfahrzeug 3000
KurzbezeichnungTLF 3000 (vormals TLF 16/25)
FunkrufnameFlorian Herdecke 1-TLF3000-1
FahrgestellMercedes-Benz Atego 1328
Motorleistung205 kW / 279 PS
AntriebsartAllradantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe
zul. Gesamtgewicht14500 kg
AufbauZiegler
Baujahr2003
Besatzung7
Pumpenleistung1600 l/min bei 8 bar
Tankinhalt

Wasser: 3000 l

Schaummittel: 200 l

Besonderheiten
  • aufklappbarer Lichtmast auf dem Dach
  • Wasserwerfer auf dem Dach
  • fest eingebaute Schaummittelpumpe
  • formstabile Schnellangriffseinrichtung
  • 4 Atemschutzgeräte, davon 2 in der Mannschaftskabine
  • 4-teilige Steckleiter
  • aufblasbares Schlauchboot
  • Trockenazüge für die Eisrettung
  • 2 Schutzausrüstungen für die Wasser- und Strömungsrettung (u. a. Neoprenanzüge, Wildwasser-Rettungsweste, Wurf-Leinen, Helme)
  • Atemschutznotfalltasche
  • 4 Hitzschutzanzüge
  • Sprungpolster, Rettungshöhe 16 m
  • Hydroschild
  • Überdruckbelüftungsgerät mit Verbrennungsmotor
  • mobiler Rauchverschluss
  • Wärmebildkamera
  • 2 Gasmessgeräte
  • Tauchpumpe, Förderleistung 400 l/min bei 1 bar
  • Stromerzeuger 7 kVA
  • akkubetriebene Schneid- und Spreizgeräte
  • Motorkettensäge
  • Motortrennschleifer
  • motorbetriebene Rettungskettensäge
  • Türöffnungswerkzeug
  • Absturzsicherungssatz
  • First-Responder-Rucksack mit Defibrillator (AED)
  • Spineboard

   

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