Ausbildungsverlauf in der Freiwilligen Feuerwehr

Die Einsätze der Feuerwehr sind vielfältig. Dementsprechend benötigen Feuerwehrleute eine umfangreiche Ausbildung.

 

Berufsfeuerwehrleute durchlaufen alle notwendigen Ausbildungen hintereinander, teilweise durch Praxisphasen getrennt. Die reine feuerwehrtechnische Ausbildung (ohne Praktika und Rettungssanitäterausbildung) dauert alleine sechs Monate. Für ehrenamtliche Feuerwehrleute, die eigentlich einen anderen Beruf ausüben, ist dies nicht möglich.

 

Daher zieht sich die Ausbildung der freiwilligen Feuerwehrleute über mehrere Jahre. Im Idealfall sind Feuerwehrleute nach vier Jahren und mindestens rund 450 Stunden Ausbildung im Rahmen von zusätzlichen Lehrgängen auf kommunaler und Kreisebene fertig ausgebildet. Die Feuerwehrleute haben dann in der Regel den Dienstgrad „Unterbrandmeister“.

 

Dann haben sie jedoch nur die allerwichtigsten Lehrgänge besucht, die in der Feuerwehrdienstvorschrift 2 „Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren“ (FwDV 2) beschrieben sind. Verschiedenen Zusatzausbildungen, wie ein Bootsführerschein, ein Lehrgang zum Umgang mit Motorsägen oder eine weitergehende sanitäts- oder rettungsdienstliche Ausbildung, sind dann noch nicht erfolgt.

 

Während dieser Lehrgänge sammeln die freiwilligen Feuerwehrleute zusätzlich natürlich noch Erfahrungen bei Übungsdiensten – und vor allem bekommen sie die notwendige Einsatzpraxis, die einen ganz beachtlichen Teil zum Können der Feuerwehrleute beiträgt.

 

Mit einer feuerwehrtechnischen Ausbildung alleine ist jedoch kaum ein Einsatz zu bewältigen. Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die feuerwehrtaktische Ausbildung. Die Grundzüge dieser Ausbildung erfahren die Feuerwehrleute im Rahmen der Truppführerausbildung. Eine fundierte Ausbildung erfolgt dann am Institut der Feuerwehr NRW (IdF NRW) in Münster. Zuerst steht dort ein Gruppenführerlehrgang an. Dieser und die folgenden Lehrgänge sind jedoch so intensiv, dass sie nur in Vollzeit besucht werden können. So erstreckt sich der Gruppenführerlehrgang zum Beispiel über zwei Wochen. Danach ist die Beförderung zum „Brandmeister“ möglich.

 

Auch einige „technische“ Ausbildungen, wie ein Ausbilderlehrgang werden am IdF angeboten. Der Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig auf der Ausbildung von Führungspersonal für die verschiedenen Führungsstufen, über den Zugführer bis hin zum Verbandsführer und dem Lehrgang zum Leiten einer Freiwilligen Feuerwehr.

 

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