Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr – 457 Einsätze und über 10.000 ehrenamtliche Stunden wurden geleistet!

Die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke fand am Freitag statt. Auf dem Programm standen wieder Ehrungen, Beförderung und die Vorstellung der Jahresstatistik.

Gruppenbild nach der Jahresdienstbesprechung

 

Zunächst begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Carl-August Thomashoff die anwesenden Kameraden, Vertreter von befreundeten Hilfsorganisationen sowie einige politische Vertreter. Er dankte den derzeit 101 ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen für ihren unermüdlichen Einsatz. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die ehrenamtliche Feuerwehr in der jetzigen Form zu erhalten“, so Carl-August Thomashoff. Weiterhin berichtete von den aktuellen Fahrzeuganschaffungen: So werden im 1. Halbjahr eine neue Drehleiter sowie ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug ausgeliefert. Die Beschaffung eines weiteren Löschfahrzeugs, eines Einsatzleitwagens, eines Gerätewagens und eines neuen Rettungsbootes wird derzeit von Feuerwehr und Verwaltung geplant.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Christian Zittlau überbrachte anschließend die Grüße vom Ennepe-Ruhr-Kreis und vom Kreisfeuerwehrverband. Er machte deutlich darauf aufmerksam, dass das Ehrenamt ein besonderes Ehrenamt ist und nicht mit anderen gleichgestellt werden darf. „Die Sicherstellung des Feuerschutzes ist für die Gemeinde eine Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung. Demnach muss das Ehrenamt Feuerwehr anders behandelt werden wie andere in der Kommune befindlichen Ehrenämter“, so der Vertreter des Kreisbrandmeisters aus Sprockhövel.

Der Leiter der Herdecker Feuerwehr Hans-Jörg Möller berichtete aus dem Einsatzjahr 2013. So wurden 457 Einsätze gefahren. Davon waren 72 Brände, 201 Hilfeleistungen, 68 blinde Alarme, 2 böswillige Alarme, 69 ABC-Einsätze sowie 45 sonstige Einsätze. Es gab in Herdecke einen Großbrand und zwei Mittelbrände. 57 Ölspuren mussten abgestreut werden und belasten die Ehrenamtlichen Feuerwehrleute deutlich. Auch die Anzahl der Einsätze bei hilflosen Personen hinter einer Wohnungstür ist mit 44 Einsätzen steigend. Zu den größten Einsätzen gehörten der Chemieunfall im Gewerbegebiet Loerfeld im August sowie die Unwetterlage im Juni. Im Stadtgebiet entstand insgesamt ein Schaden von 486.500 Euro. 33 Personen und 31 Tiere wurden die Feuerwehr gerettet. Insgesamt wurden 6.732 Einsatzstunden sowie 3.617 Ausbildungsstunden geleistet. Dazu kommen noch die Tätigkeiten der Brandschutzerziehung und Jugendfeuerwehr. Möller berichtete, dass es immer schwieriger sei Mitglieder für die Feuerwehr zu gewinnen. Für die Zukunft wünscht er sich eine gemeinsame Gesprächsrunde von Feuerwehr, Politik und Verwaltung. Anschließend dankte er seinem Stellvertreter Bernd Elberfeld für die jahrelange Zusammenarbeit. Seit 12 Jahren führen beide die Feuerwehr. Ende 2014 läuft die Amtszeit von beiden aus. Beide signalisierten, dass sie bei einem positiven Votum der Mannschaft, eine weitere Amtszeit von 6 Jahren absolvieren wollen.

Anschließend standen Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung: So wurde Timo Elberfeld zum Feuerwehrmann befördert. Tim Fieber, Frank Glingener, Gene-Joy Wagner und Patrick Kretz wurden nach bestandener Truppführer Prüfung zum Unterbrandmeister befördert, Daniel André Heesch und Jan Möller nach bestandener Gruppenführerprüfung zum Brandmeister und stellvertretenden Gruppenführer. Fabian Westerhoff ist nun Oberbrandmeister. Olaf Vollmer erhielt die Urkunde zum Hauptbrandmeister. Arnd-Martin Langohr und Sascha Kay erhielten die Bestellung zum stellvertretenden Zugführer. Der Zugführer des 1. Löschzuges Christian Arndt wurde nach der Prüfung zum Verbandsführer zum Brandoberinspektor befördert. Leider musste der Feuerwehrchef Hans-Jörg Möller auch drei Personen aus dem aktiven Dienst entlassen: So wurden die Unterbrandmeister Ralf Lenz, Wolfgang Scholz und Ulrich Nehm nach jahrelanger und treuer Pflichterfüllung in die Ehrenabteilung überstellt. Sven Scholz und Oliver Möller erhielten von Vize-Bürgermeister Carl-August Thomashoff das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre Tätigkeit in der Feuerwehr. Alfred-Konrad Hübler sen. wurde für 50 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet und Günter Möller sogar für 60 Jahre.

Bildquelle: Michael Tillmanns, Feuerwehr