Drei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr - Lions Club spendet 5.000 Euro an die Jugendfeuerwehr

Übergabe der Fahrzeugschlüssel an Feuerwehrchef Hans-Jörg Möller und Technikchef Stefan Baska, Foto: Christian Arndt, Feuerwehr Herdecke.
Übergabe der Fahrzeugschlüssel an Feuerwehrchef Hans-Jörg Möller und Technikchef Stefan Baska, Foto: Christian Arndt, Feuerwehr Herdecke.
Spendenübergabe an die Jugendfeuerwehr, Foto: Christian Arndt, Feuerwehr Herdecke.
Spendenübergabe an die Jugendfeuerwehr, Foto: Christian Arndt, Feuerwehr Herdecke.
Die erste Fahrt mit der neuen Drehleiter, Foto: Christian Arndt, Feuerwehr Herdecke.
Die erste Fahrt mit der neuen Drehleiter, Foto: Christian Arndt, Feuerwehr Herdecke.

Viel los war am Samstag an der Herdecker Feuerwache. Dort wurden gleich drei neue Fahrzeuge von der Bürgermeisterin Dr. Katja Strauß-Köster an die Wehr übergeben. Einmalig in der Feuerwehrgeschichte. Auch der Lions Club war vor Ort und übergab einen Scheck an die Jugendfeuerwehr.

Neben den ehrenamtlichen Einsatzkräften sowie deren Partnerinnen und Familien waren der Förderverein, viele Gäste aus Politik und Verwaltung anwesend. So waren gut 300 Personen an der Wache anwesend.

Zunächst übergab Professor Reinhard Harte vom Herdecker Lions Club einen Scheck von 5.000 Euro an die Herdecker Jugendfeuerwehr. Der Lions Club hatte ein Golf Turnier veranstaltet und den Erlös zur Förderung der Jugendfeuerwehr gespendet. Die Jugendfeuerwehr hat den Geldbetrag zu einer Erweiterung ihrer Kletterwand genutzt und wird weiterhin im Herbst eine Jugendfreizeit durchführen. Die Reise wird zum Schloss Dankern an die Ems gehen.

Im Anschluss begrüßte die Bürgermeisterin Dr. Katja Strauß-Köster alle Anwesenden. Sie berichtete, dass die Anschaffung von einem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einer neuen Drehleiter und einem Mannschaftstransportwagen dringend notwendig war. Die Beschaffung war aber auch bei der derzeit kritischen Haushaltslage ein "Kraftakt".

Sie dankte daher allen politischen Parteien für die Unterstützung und für den einstimmen Beschaffungsbeschluss. Die Laufzeiten von 20 Jahren waren bei den Großfahrzeugen schon lange überschritten. So hätte das Löschfahrzeug bereits 2004 ersetzt werden müssen. "Wir stellen uns mit diesen Anschaffungen im Werte von etwa 1,1 Millionen Euro für die Zukunft auf. Dies ist eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Gerätschaften werden von der Feuerwehr zur Erfüllung der wichtigen Aufgaben dringend benötigt", so die Bürgermeisterin. Weiterhin dankte sie allen ehrenamtlichen Einsatzkräften für das sehr hohe Engagement. "Wie die Ereignisse dieser Woche gezeigt haben, geht es bei den Einsätzen nicht um Spaß.

Wir sind daher auf Sie Feuerwehrleute angewiesen. Wir können den Ehrenamtlichen gar nicht hoch genug danken, dass sie diese wichtige Arbeit in ihrer Freizeit für alle Herdecker Bürgerinnen und Bürger erledigen.", so Katja Strauß-Köster. Dazu sei aber auch die entsprechende und zeitgerechte Technik erforderlich, die nun am Samstag an die Wehr übergeben wurde. Besonders bedanke sich die Bürgermeisterin bei Stefan Baska von der Feuerwehr, der das Projekt mit viel Engagement betreut hatte.

In der vergangenen Woche waren sechs ehrenamtliche Feuerwehrkräfte nach Ulm gereist, um die Fahrzeuge aus dem Werk abzuholen. Gespannt standen die Anwesenden auf dem Alarmhof: Mit LED-Blaulicht und viel Martinshorn fuhren die neuen Fahrzeuge auf den Hof der Feuerwache: Ein Mannschaftstransportwagen der Marke Citroen, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und eine Drehleiter der Marke Iveco Magirus.

Das neue Löschfahrzeug wird demnächst als erstes Fahrzeug zu einem Einsatz ausrücken. Der Wassertank mit 2000 Litern Inhalt kann mit der installierten Pumpe innerhalb von einer Minute in ein Feuer gepumpt werden. Zudem sind nahezu alle Rettungsgeräte für Verkehrsunfälle und sonstige Hilfeleistungen mit an Bord. Auch zwei tragbare Leitern und ein Sprungpolster gehören zur Beladung. Im Hinblick auf die zu erfüllenden Forderungen des Brandschutzbedarfsplanes finden nun auf diesem Fahrzeug neun Feuerwehrangehörige ihren Platz. Ein moderner LED Lichtmast wird demnächst die Einsatzstelle hell ausleuchten. Zum Eigenschutz der Einsatzkräfte wurde an beiden Fahrzeugen eine neuartige und im Ennepe-Ruhr-Kreis einmalige reflektierende Heckbeklebung installiert.

Die Drehleiter verfügt über einen so genannten telekopierbaren Knick. Hier können Dachflächenfenster und schräge Dachkonstruktionen in den engen Alstadtgassen effektiver erreicht werden. Vornehmlich dient die Drehleiter zur Menschenrettung aus Wohngebäuden. Eine Kommune muss eine Drehleiter vorhalten, wenn es im Gemeindegebiet Gebäude über 8m Höhe gibt. Der Korb hat eine Nutzlast von 300 kg (bisher 180 kg). Mit einer speziellen Krankentragehalterung können nun Patienten bis zu einem Gewicht von 200 kg (bisher 90 kg) transportiert werden. Über einen Wasserwerfer können Großbrände, etwa Lagerhallenbrände, von oben gelöscht werden.

Im Anschluss der Übergabe konnte die neue Technik von den Gästen besichtigt werden. Die erste Fahrt der Drehleiter unternahmen die Bürgermeisterin sowie der Feuerwehrchef Hans-Jörg Möller. Die ehrenamtlichen Kräfte werden nun in den kommenden Wochen in die neue Technik eingewiesen. Danach werden die Fahrzeuge in den aktiven Dienst gestellt.

Der Herdecker Filmemacher Dieter Deffner war ebenfalls am Samstag vor Ort und hat einen Film über diesen Tag bei der Feuerwehr Herdecke gedreht. Zu finden ist er auf der Homepage des Herdeckers unter http://www.dd-video-produktion.de/Herdecke-Aktuell.

Quelle: Feuerwehr Herdecke