Feuerwehr Herdecke übt verschiedene Einsatzlagen!

Die erste Übungslage war eine Person die auf einer Lkw-Ladefläche zwischen zwei Gitterboxen eingeklemmt war.

Am Freitag nahmen insgesamt 14 Einsatzkräfte der Feuerwehr Herdecke an einem Sonderdienst „Einsatzübungen“ teil. Auf dem Plan standen drei Übungen, die ein breites Spektrum der Einsatztätigkeit der Feuerwehr abdecken.


Um 18 Uhr trafen sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute an der Feuerwache am Herdecker Bach und besetzten für die erste Einsatzübung ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, den Gerätewagen-Logistik und die Drehleiter. „Person in einer Notlage“ hieß das Einsatzstichwort. Eine Person war auf einer Lkw-Ladefläche zwischen zwei Gitterboxen eingeklemmt. „Eine der Schwierigkeiten, die bei dieser Übung bewältigt werden mussten, war die zu überbrückende Höhe“, erklärte Jan Möller, der die Übungen mit vorbereitet hatte. Die Person, simuliert durch einen Dummy, wurde patientenorientiert aus der Zwangslage gerettet.


Bei der zweiten Übung hieß das Alarmstichwort „Unbekannte Rauchentwicklung“. Nach der Erkundung durch Einsatzleiter Arnd Langohr stand fest, dass ein Lagerraum komplett verqualmt war und sich darin noch eine Person befand. Sofort wurde eine Menschenrettung mit zwei Atemschutztrupps eingeleitet. Teil der Übung war auch die Simulation eines Atemschutznotfalls. Der verunfallte Atemschutzgeräteträger wurde schnell aus dem Gebäude gerettet und anschließend die Suche der vermissten Person wieder aufgenommen. Als auch diese Person nach kurzer Zeit aus dem Gebäude gerettet war, wurde die Übung beendet.


Die letzte Einsatzübung war ein Austritt von Gefahrstoffen. Hier musste der Einsatzleiter zunächst erkennen, dass sich auch noch eine Person im Gefahrenbereich befand, die schnellstmöglich durch einen Trupp unter Atemschutz gerettet wurde. Nach der Menschenrettung wurde ein Dekontaminationsplatz aufgebaut und parallel rüstete sich ein zweiter Trupp mit einem Vollschutz-Anzug aus, um die auslaufenden Gefahrstoffe zu beseitigen. „Auf dem Dekontaminationsplatz werden die Einsatzkräfte gereinigt, nachdem sie im Gefahrenbereich waren“, erklärte André Winkelhardt, der bei dieser Übung Einsatzleiter war.


„Die Einsatzübungen wurden professionell abgearbeitet. Natürlich wurden auch Fehler und Schwachpunkte entdeckt, die es gilt aufzuarbeiten. Auch deshalb waren alle Übungsteilnehmer mit den aus den Übungen gewonnenen Erfahrungen sehr zufrieden, da einmal in einer Übung gemachte Fehler im Idealfall im Einsatz nicht wiederholt werden“, so Christian Arndt, der an den Übungen teilnahm. Gegen 23 Uhr endete der Übungsabend mit einem gemeinsamen Pizzaessen.