Brand in der Friedrich-Harkort-Schule: Feuerwehr Herdecke übt zusammen mit Helfern der Johanniter Unfall Hilfe und des Deutschen Roten Kreuzes den Ernstfall

Am Freitagnachmittag schrillten in Herdecke die Sirenen. Grund war dieses Mal jedoch kein realer Brand, sondern eine bis zuletzt geheim gehaltene Großübung der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke. "Brandmeldealarm Friedrich-Harkort-Schule, Rauchentwicklung aus Schule" hieß das Alarmstichwort, das andeutete, was die ehrenamtlichen Einsatzkräfte erwarten würde.Als das erste Fahrzeug der Feuerwehr auf die Hengsteyseestraße vor der Schule einbog, war das zweite Obergeschoss der Schule komplett verraucht. An einem Fenster standen mehrere Schüler und ein Lehrer, die berichteten es habe laut geknallt und jetzt sei der ganze Flur verraucht.Sofort wurde die große Drehleiter in Stellung gebracht, um die Schüler und den Lehrer zu retten. Parallel gingen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz über die Haupttreppe in das zweite Obergeschoss vor. Beim Absuchen der verrauchten Räume fanden sie insgesamt drei Schüler, die versucht hatten, durch den dichten Rauch nach draußen zu gelangen und dabei bewusstlos geworden waren. Sie wurden durch die Feuerwehrleute gerettet und nach draußen gebracht. Dort standen die Helfer der Johanniter Unfall Hilfe und des Deutschen Roten Kreuzes bereit, um sich um die Verletzten zu kümmern. Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und den Hilfsorganisationen funktionierte dabei reibungslos. Nachdem alle Personen gerettet waren, hieß es "Übungsende".Die beiden Oberbrandmeister Jan Möller und Fabian Westerhoff, die die Übung ausgearbeitet hatten, zeigten sich im Anschluss mit den gezeigten Leistungen zufrieden. "Kleinigkeiten sind dabei natürlich aufgefallen, die es nun gilt zu verbessern, aber dafür ist eine solche Übung ja auch da", resümierten die Beiden einstimmig.