Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr – Bilanz des Einsatzjahres 2019 und viele Beförderungen

Die Wehrleitung mit den geehrten und beförderten Kameradinnen und Kameraden.

Die traditionelle Jahresdienstbesprechung der Freiw. Feuerwehr Herdecke fand am Freitag im Schulungsraum der Feuerwache statt. Grußworte sprachen die anwesende Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster sowie Kreisbrandmeister Rolf Erich-Rehm.

Der stellv. Leiter der Feuerwehr, Bernd Elberfeld, gab einen Rückblick über das Einsatzjahr 2019: So wurden insgesamt 445 Einsätze gefahren. Dies sind 18,5 % weniger als im Vorjahr. Es gab 59 Brände, 186 Hilfeleistungen, 85 blinde Alarme, 2 böswillige Alarme, 49 ABC-Einsätze und 64 sonstige Einsätze. Herdecke blieb von einem Großbrand im vergangenen Jahr verschont. Entlastung gab es bei den Hubschrauberlandungen am Krankenhaus. Dort wurde der Landeplatz ertüchtigt und das Krankenhaus sichert selbst. Bei den lästigen Ölspuren wird seit dem 1.8.2019 ein neues Konzept gefahren. Die Feuerwehr führt mit einer speziellen Gruppe die Ersterkundung durch. Insgesamt wurden 2019 3.916 Einsatzstunden abgeleistet. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von knapp 600.000 Euro.

Einen Bericht zur Mitgliederwerbung und Öffentlichkeitsarbeit gab anschließend der stellv. Leiter der Feuerwehr Christian Arndt. Mit 119 Einsatzkräften hat die Freiwillige Feuerwehr die höchste Mitgliederzahl. Ursache dafür war auch eine gemeinsame Werbeaktion der Feuerwehr und Stadtverwaltung im November. So wurden 8.800 Bürgerinnen und Bürger in einem bestimmten Alter von Bürgermeisterin und Feuerwehrleitung angeschrieben. An zwei Infoabenden erschienen 42 Interessierte, wovon 24 in die Freiwillige Feuerwehr eintraten. Diese Aktion war ein voller Erfolg. In der Brandschutzerziehung wurden 379 Personen geschult und 164 Stunden abgeleistet. 47 Personen wurden als Brandschutzhelfer von der Feuerwehr ausgebildet. Arndt stellte auch dar, dass in der Aus- und Fortbildung auch 3.714 Stunden abgeleistet wurden. Eine zunehmende Bedeutung nehmen auch die sozialen Medien ein. Die Feuerwehr führt mit immer mehr Bürgern über diese Medien eine gute Kommunikation.

Das Schlusswort hielt der Leiter der Feuerwehr Hans-Jörg Möller. Er berichtete von einem anstrengenden Jahr 2019 außerhalb der Einsätze. So brannte am Rosenmontag die Anbauhalle der Feuerwehr. Die Versicherung hat alles bezahlt, jedoch war der Arbeitsaufwand für Stadt und Feuerwehr enorm. Die Wache hat eine Brandfrüherkennung mit Rauchmeldern bekommen, eine Brandmeldeanlage soll in Kürze folgen. Möller berichtet auch von einer neuen Alarmierung der Feuerwehr ab Dezember. Dies war für alle Einsatzkräfte eine große Umstellung. Zudem erhielt die Wache eine neue Telefonanlage. Die Feuerwehr ist so stark wie nie. Jedoch platzt nun das Gebäude, welches 44 Jahre alt ist, aus allen Nähten. So ist die Personalumkleide nun voll. Seit Jahren fehlen Stellplätze für Fahrzeuge, Parkplätze für Einsatzkräfte und Lagerplatz für Materialien: „Diese Probleme müssen wir gemeinsam mit Politik und Stadtverwaltung nun kurzfristig lösen. Erste Gespräche sind geführt“, so Möller. Auch die Organisation der Übungsdienste musste aufgrund der hohen Personalanzahl geändert werden. Abschließend bedankte sich Möller bei allen Kameradinnen und Kameraden für das geleistete Engagement.