Feuerwehrfahrzeug verunfallt auf dem Weg zum Einsatz – Umfangreicher Rettungseinsatz an der Wittener Landstraße

Ein Feuerwehrfahrzeug verunfallte am Montagabend gegen 19:07 Uhr auf der Wittener Landstraße, Höhe der „Neuen Straße“. Dabei wurden sechs Feuerwehrleute verletzt. Das Fahrzeug kam während einer Einsatzfahrt in Richtung Innenstadt auf regennasser Fahrbahn und bei widrigen Wetterbedingungen ins Schleudern und kippte in ein gegenüberliegendes Wetterschutzhäuschen einer Bushaltestelle. Zum Zeitpunkt des Unfalls hielten sich an der Bushaltestelle keinen Personen auf.

Einer 43-jähriger ehrenamtlicher Feuerwehrmann (Beifahrer) verletzte sich bei dem Unfall schwer. Lebensgefahr besteht nicht. Zwei mittelschwerverletzte Feuerwehrleute (Fahrer, Mannschaftsraum) im Alter von jeweils 28 Jahren blieben zur Beobachtung im Krankenhaus. Die übrigen Feuerwehrleute im Alter von 19, 28 und 30 Jahren konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung bereits am Abend wieder verlassen.

Das Fahrzeug war unter Inanspruchnahme von Sonderrechten im Rahmen eines Unwettereinsatzes von einer Einsatzstelle auf dem Weg zu einem Folgeeinsatz. Nach dem Notruf, der in der Einsatzzentrale der Wache empfangen wurde, wurden sofort umfangreiche Kräfte der Herdecker Feuerwehr sowie mehrere Rettungswagen und zwei Notärzte zur Einsatzstelle entsandt. Auch der stellv. Kreisbrandmeister, der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des EN-Kreises waren vor Ort.

Die ersteintreffenden Kräfte der Feuerwehr konnten die Kameraden schnell aus dem Mannschaftsraum aus dem Fahrzeug befreien. Diese hatten bereit eigenständig begonnen, sich zu befreien. Die beiden Kameraden in der Front des Fahrzeuges mussten von den Feuerwehrleuten über die Windschutzscheibe aus dem Löschfahrzeug patientenorientiert befreit werden.

Nach den ersten Rettungsmaßnahmen wurden die Kräfte der Herdecker Wehr durch Wittener Kameraden abgelöst. An der Feuerwache fand daraufhin eine Einsatznachbesprechung mit psychosozial geschulten Feuerwehrleuten statt. Im Rahmen dieser Besprechung konnten bereits die ersten verunfallten Feuerwehrleute erleichtert von der Kameradschaft in Empfang genommen werden.

Das verunfallte Fahrzeug, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug aus dem Jahre 2014, wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. An dem Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden, sodass es nicht im Einsatzdienst genutzt werden kann. Die Einsatzbereitschaft der Herdecker Feuerwehr ist jedoch weiterhin sichergestellt.

Angaben zur Unfallursache liegen noch nicht vor. Die Polizei hat noch an der Einsatzstelle die Ermittlungen aufgenommen.

Dank und Genesungswünsche der Bürgermeisterin

„Die Feuerwehrmänner und -frauen befanden sich im Einsatz für unsere Bürgerinnen und Bürger, als der Unfall passierte. Ihr ehrenamtliches Engagement bedeutet oft, dass sie sich selbst in gefährlichen und schwierigen Situationen wiederfinden. Dafür gilt ihnen mein großer Dank und Anerkennung. Ich habe mir gestern vor Ort selbst einen Eindruck verschafft und wünsche allen Kameradinnen und Kameraden von Herzen gute Besserung", sagte Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster.